Pressebesprechung der Premiere im „Pluspunkt“

von Heike Ahlen

Das Spiel von Liebe und Zufall

Niederrhein-Theater begeistert bei Premiere vor der Burg

Brüggen (hei).

Die achten Niederrheinischen Theaterfestspiele sind in vollem Gange. Am Mittwochabend gab es die lang erwartete Premiere des Hauptstücks. In „Das Spiel von Liebe und Zufall“ begeisterten Verena Bill, Carmen Marie Zens, Michael Koenen und Christian Stock das Publikum.


Die Verwechslungskomödie von Pierre Calet de Marivaux stammt aus dem Jahr 1730. Der Adlige Monsieur Orgon („Mmmm-mmm-mmm-mmm-mmm“-Michael Koenen) möchte seine Tochter Silvia (Verena Bill) mit Dorante (auch Michael Koenen), dem Sohn eines Freundes verheiraten. 


Die junge Frau ist skeptisch und bittet den Vater, zunächst mit ihrer – unverkennbar aus Köln stammenden – Zofe Lisette (Carmen Marie Zens) die Rollen tauschen zu können, um den Mann, den sie heiraten soll, unerkannt beobachten zu können.
Was sie nicht weiß: Dorante und sie ticken ziemlich gleich. Auch er reist als sein eigener Diener Bourgignon an und hat diesen (Christian Stock) in seine eigene Rolle gesteckt.
Der hessisch babbelnde Bourgignon verliebt sich in die vermeintliche Silvia, die ihm auch zugetan ist. Die beiden Adligen jedoch sehen ihre vermeintlichen Partner mit blankem Entsetzen – denn Dorante hat sich in die Zofe verliebt und Silvia in den Diener.
Vater Orgon und sein Sohn Mario (Christian Stock), die als einzige das ganze Geheimnis kennen, beobachten die Szenerie amüsiert und beflügeln das Ganze auch noch.

Und auch Petrus hat das Spiel augenscheinlich gefallen – denn er sorgte für das passende Wetter, damit die Premiere vor der Burg und nicht im Kultursaal stattfinden konnte.

Die Geschichte ist an sich ja schon absolut witzig, aber durch die Bearbeitung, den herrlichen Dialekt von Kölsch und Hessisch, durch das Mienenspiel und die Situationskomik kommt man aus dem Lachen kaum heraus. Das Publikum dankte es den Akteuren schließlich auch mit stehenden Ovationen.

Weitere Aufführungen sind am Freitag, 11. August, Samstag, 12. August, Mittwoch, 16. August, Freitag, 18. August, und Samstag, 19. August – jeweils um 20 Uhr.
Bei gutem Wetter vor der Burg, bei schlechtem im Kultursaal. Karten bekommt man unter niederrheintheater.de.
Von der dortigen Festspielseite sind die einzelnen Veranstaltungen verlinkt.

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